Gründerportrait neotiv

Mit wem habe ich es hier zu tun? Stellt euch und euer Produkt doch bitte kurz vor.

Hi! Wir sind neotiv, das heißt wir sind Emrah Düzel, Chris Rehse, David Berron, Julian Haupenthal und Jana Schumann. Als neotiv entwickeln wir ein digitales Produkt zur Anwendung auf Smartphones und Tablets. Ziel ist es, Vorsorge gegen dementielle Erkrankungen wie zum Beispiel gegen die Alzheimer Erkrankung zu ermöglichen. Dies geschieht zum einen, indem wir dem Nutzer helfen sich im wachsenden Angebot wissenschaftlich validierter Ansätze zur kognitiven Vorsorge zurecht zu finden. Zum anderen begleiten wir den Nutzer mit digitalen Testungen während der Vorsorge. Diese Tests basieren auf aktuellster Forschung und ermöglichen die Überwachung essentieller kognitiver Funktionen über einen langen Zeitraum. So gehen Vorsorge und unser “digitaler Biomarker“ Hand in Hand. Ganz einfach, ohne sich einem teuren Hirnscan zu unterziehen, oder sich Rückenmarksflüssigkeit entnehmen zu lassen.

Neotiv Teamfoto


Aber da seid ihr doch nicht die Ersten…!

Doch, wir sind ganz vorn dabei, das liegt auch daran, dass unsere Produktentwicklungen unmittelbar auf Grundlagenforschung beruhen, die hochaktuell ist und sich ständig erweitert. Dies ermöglicht uns unser Werteversprechen konstant zu erweitern. Unsere Vision ist es, dass Menschen ihren Körper und Vorsorge im Alterungsprozess ganzheitlich betrachten und ihr Gehirn als zentrales Organ verstehen, das genauso gepflegt und durch Vorsorge fit gehalten werden kann wie beispielsweise das Herz-Kreislauf-System. Das kann ganz gezielt durch sportliche Betätigung, gesunde Ernährung oder zum Beispiel gesunden Schlaf geschehen. Eine regelmäßige Überwachung des Gehirns und Kontrolle der Vorsorge ist bisher nicht möglich gewesen, da einfache, minimalinvasive Methoden und Kennwerte, vergleichbar mit der Messung des Blutdrucks oder von Zuckerwerten, für das Gehirn nicht verfügbar sind.

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Was war bisher eure größte Herausforderung?

Da wir ein digitales Medizinprodukt entwickeln müssen wir uns an ganz schön viele Regeln halten, die teilweise aus einer Zeit stammen, als digitale Lösungen noch kein Thema waren. Wir müssen zum Beispiel zeigen, dass man unsere Software nicht desinfizieren muss. Weiterhin sind demenzielle Erkrankungen ein sensibles Thema, bei dem man viel über den Nutzer und sein Lebensumfeld lernen muss. Viele Menschen fürchten sich vor Demenz, besonders wenn sie in der nahen Verwandtschaft einen Fall aus erster Hand erlebt haben. Diese Menschen müssen wir an die Hand nehmen und ihnen sorgfältig erklären was wir machen und, dass das auch wissenschaftlich validiert ist. Mit hastigen und uneinfühlsamen Aussagen oder Werteversprechen kann man schnell individuellen Schaden anrichten.

Wie geht’s denn derzeit voran mit eurem Vorhaben?

Sehr gut, wir haben gerade eine besondere Förderung, den EXIST Forschungstransfer des Bundeswirtschaftsministeriums, erhalten. Der EXIST Forschungstransfer ermöglicht es uns unsere wissenschaftlichen Grundlagen noch umfangreicher in anwendbare und nutzerfreundliche Produkte zu transferieren. Auch mit anderen Investoren laufen vielversprechende Gespräche. Das internationale Netzwerk, welches wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, wächst ständig weiter und neben unseren Kontakten zur Forschung und der Anwendung von neotiv in renommierten Studien, bereiten wir, zum Beispiel mit unserem Partner Flying Health in Berlin, einen reibungslosen Marktzugang vor. Ende diesen Jahres wird es auch eine breit verfügbare Testversion der Software geben, es lohnt sich also sich für den Newsletter auf unserer Homepage anzumelden ;-)

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Warum wollt ihr in Magdeburg gründen? Was verbindet euch mit der Stadt?

Magdeburg ist ein besonderer Standort wenn es um neurowissenschaftliche Forschung geht. Mit dem DZNE Magdeburg (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) und dem IKND (Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung) finden sich hier zwei international renommierte Institutionen in denen richtungsweisende Forschung betrieben wird. Aus dieser Forschung stammen wir und sind hier langfristig verknüpft, um immer an der Spitze der Forschung dabei sein zu können. Auch für Gründerinnen und Gründer entwickelt sich Magdeburg zu einem interessanten Standort. Es gibt kreative Fördermöglichkeiten und eine hohe Bereitschaft mit Gründern ins Gespräch zu kommen und dynamische Lösungen zu finden. Wir konnten mit der Förderung des Landes (ego.-Gründungstransfer) unsere Vorgründungsphase erfolgreich abschließen und den Gesundheitsmarkt und seine Anforderungen, sowie natürlich auch unsere Nutzer näher kennenlernen. Ganz besonders dankbar sind wir natürlich auch dem TUGZ der Otto-von- Guericke Universität Magdeburg, welches uns seit Tag 1 im Gründungsprozess begleitet. Auch jetzt stehen wir noch im Kontakt mit dem Land und würden uns freuen, auch im Hinblick auf die Alterung der Gesellschaft als politisches Problem, langfristig mit dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Magdeburg verbunden bleiben zu dürfen.

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Euer Rat an andere Gründer…?

Traut euch eure Ideen zu pushen, auch wenn ihr anfangs viel Kritik zu hören bekommt. Ihr solltet ein Team bilden was durch dick und dünn gehen kann. Hört viel zu und lernt über das Umfeld in dem ihr euch bewegt wie erfolgreiche Schritte in eurer spezifischen Branche anzugehen sind. Versucht nicht eure Gründung nach Checkliste durchzuführen - jede Gründungsstory ist individuell und wird euch im Laufe der Zeit immer wieder vor unerwartete Aufgaben stellen. Unserer Erfahrung nach ist es sehr wichtig sich in erfahrenen Gründern Mentoren zu suchen, die einem persönlich und geschäftlich auf die Beine helfen. Wwir sind froh solche Menschen in unserem Umfeld zu haben.


Welcher Typ seid ihr? ENTWEDER „Biergarten“ ODER „Strandbar“.

Biergarten!

 

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Letzte Änderung: 13.03.2018 - Ansprechpartner: Webmaster